Kombiniert man die Definitionen von „Erlebnis“ und „Pädagogik“, könnte daraus geschlossen werden, dass Erlebnispädagogik im Rahmen von Normen und Zielen durch konkret vorbereitete Situationen eine Veränderung in der Lebensführung der Lernenden bewirken möchte, die sich in ihr Gedächtnis einprägt.

Erlebnis und Pädagogik

Vergleicht man allerdings die Definitionen dieser zwei Begriffe mit den Definitionen von Erlebnispädagogik, wird deutlich, dass es in der Erlebnispädagogik darum geht, durch bestimmte zielgerichtete Maßnahmen bei anderen Personen eine Veränderung bzw. einen Lernprozess in Gang zu bringen.
Es gibt viele Definitionen von Erlebnispädagogik. Erlebnispädagogik ist nicht einheitlich definiert und wird es in absehbarer Zeit wohl auch nicht sein, daher ist aus unserer Sicht wichtig zu beschreiben, wie wir Erlebnispädagogik verstehen.

Wir sehen Erlebnispädagogik als eine Kombination aus Erlebnis und Pädagogik, d.h. dass durch zielgerichtete handlungsorientierte Methoden, Personen und Gruppen zum Handeln und zur Interaktion gebracht werden. Dies passiert in einem objektiv sicheren Rahmen, jedoch mit allen Konsequenzen und bei möglichst hohem Echtheitsgehalt der Situation. Dadurch werden Teilnehmende zum experimentierenden Handeln mit anschließender kritischen und lösungsorientierten Reflexion eingeladen.

Erlebnispädagogik schafft Aktivitäten, die für die Teilnehmenden, in einem sicheren Umfeld, eine außergewöhnliche Herausforderung darstellen. Durch den Lernprozess, sowohl bei Erfolg als auch bei Misserfolg der Aktivität, können die Teilnehmenden ganzheitlich und nachhaltig etwas Neues über sich und ihre Umwelt lernen, das sie in ihr Alltagleben übertragen können.

Erlebnispädagogik ist dabei immer handlungsorientiert, ganzheitlich, ernsthaft, pädagogisch vorbereitet und verfügt über den notwendigen Erlebnischarakter.